Yoga

Yoga ist Philosophie, Wissenschaft, Kunst und Therapie in einem.
(Zitat B.K.S. IYENGAR)

Die Übung des Yoga gibt ein entscheidendes Gefühl für Maß und Proportion. Auf unseren Körper bezogen bedeutet dies, daß wir unser wichtigstes Instrument zu spielen und die größte Resonanz und Harmonie daraus zu ziehen lernen. (...)

Diese Schulung ist in idealer Weise geeignet, körperliche und geistige Krankheiten zu verhüten und dem Körper ganz allgemein einen Schutz zu geben. Auch entwickelt sie einen unvermeidlichen Sinn der Selbstsicherheit und des Selbstvertrauens.

Yoga ist von Natur aus eng verbunden mit den allgemein gültigen Gesetzen. Denn Achtung vor dem Leben, Wahrheit und Geduld sind unentbehrliche Faktoren, die einen ruhigen Atem, Stille der Gedanken und Festigkeit des Willens ermöglichen .

(Zitat Yehudi Menuhin, vgl. Menuhin,1964, S. 9-11)


Asanas

Asana sind Körperhaltungen zur Gewinnung vollkommener Stabilität des Körpers, Festigkeit der Intelligenz und Wohlwollen des Geistes.
(Böhm et. al. 2005, S. 104)

Der Asana-Begriff geht in der Geschichte des Yoga sehr weit zurück. Bereits in der Katha-Upanishad (ca. 9. Jdt. v. Chr.), der wohl ältesten, explizit vom Yoga handelnden Upanishad (philosophische Schrift aus dem Hinduismus), wird beschrieben, wie man mit dem Körper (dort verglichen mit einem Wagen) richtig umgeht, um die Sinne (verglichen mit Pferden) zu zügeln und zu führen.
(vgl. Siering 2015)

Wie wirkt sich das Üben von YOGA ASANAS aus:
Die Yoga-Asanas sind ein Zusammenspiel von Kraft, Ausdauer, korrekter Körperausrichtung, Flexibilität, Balance und Entspannung. Die im Yoga von außen eher statisch wirkenden Haltungen tragen eine große nach innen gerichtete Intensität und Dynamik in sich und führen so zu geistiger Ausgeglichenheit. Im Verlaufe dieses Lernprozesses verfeinern sich die eigene Körperwahrnehmung, Körperhaltung und Konzentrationsfähigkeit. Das Üben ergreift das Wesen des ganzen Menschen und damit auch seine psychische, mentale und emotionale Gesundheit.

„(...) Die Yogaübungen, die ich während der letzten fünfzehn Jahren ausgeführt habe, überzeugten mich davon, daß die meisten grundlegenden psychischen Haltungen dem Leben gegenüber ihre physischen Entsprechungen im Körper haben.“
(Menuhin, a.a.O, S. 9)

Philosophie
Patanjali (ca. 400 v. Chr.) war für den Yoga ein bedeutender indischer Gelehrter. Als Verfasser der Yogasutren, also der klassischen indischen Schriften zum Yoga, wird er auch als „Vater des Yoga” bezeichnet. In seinen Schriften wird der klassisch-philosophische Yoga und der 8-gliedrige Übungsweg (ashtanga-yoga) beschrieben. Asana und Pranayama bilden darin die 3. und 4. Stufe. Patanjali gibt in den Yogasutren die erste genaue Definition von Asana: eine Körperstellung wird zum Asana, wenn sie Stabilität und Gelöstheit besitzt („sthira sukham asanam”, II/46-48). Diese Qualitäten ermöglichen es dem Bewusstsein, sich mehr und mehr nach innen zu richten, um schließlich den “unendlichen Raum” zu berühren – ein Zustand aus Gleichgewicht, dem Überwinden von Gegensätzen und dem Ausgerichtetsein auf das Wesentliche. In der Philosophie und Psychologie Patanjalis führt die Schulung des Körpers und des Geistes durch Asanas und Pranayama-Atemübungen letztendlich zur Schau des innersten Wesenskerns (purusha).
(vgl.Siering 2015)

Der Begriff Hatha Yoga entwickelte sich ab dem 4. Jhd. n. Chr. Er beschreibt eine Art des Yoga, bei dem die körperlichen Übungen der Asanas und des Pranayama als Voraussetzung für den Weg zur Erlösung angesehen werden – im Sinne eines Gleichgewichts zwischen Körper und Geist.
(vgl.ebd.)


B.K.S. Iyengar

(14.12.1918 – 20.8.2014) war der führende zeitgenössische Yogameister mit weltweiter Reputation, der die Verbreitung von Yoga bei uns im Westen und die Entwicklung des modernen Yoga maßgeblich geprägt hat. In seinem Buch „Licht auf Yoga“ erklärt B.K.S. IYENGAR systematisch mehr als 200 Asanas (Yogastellungen) und Pranayama (Atemtechniken). IYENGAR YOGA ist so zum Synonym für einen anspruchsvollen und fundierten Yoga-Unterricht geworden.


Methode

nach der Lehre von B.K.S. IYENGAR

Der Einsatz von Hilfsmitteln wie Klötzen, Gurten, Stühlen usw. soll den individuellen Bedürfnissen der Schüler gerecht werden und vor allem zur optimalen Ausrichtung in der Stellung führen. Die regelmäßige Wiederholung der Haltungen führt zu Sicherheit und Vertrautheit. Dieses achtsame und schrittweise Lernen fördert Kompetenz und Vertrauen in die Körperstellungen und steigert das Wohlgefühl, das sich aus der Yogapraxis ergibt. Bei Bedarf erfolgen individuelle Korrekturen und Anpassungen. Entspannung und damit verbundene Regeneration sind fester Bestandteil jeder Übungsstunde.


Kurse

Yoga am Donnerstag
wöchentliche Yoga-Lektionen
16:30 bis 18:00 Uhr
18:30 bis 20:00 Uhr

Kursort
Yogazentrum Nicole Schmidt
Nahestraße 19
66113 Saarbrücken
kostenlose Parkmöglichkeiten in der Ahrstraße, Parkfläche Rastpfuhlcarré oder Anreise mit der Saarbahn, Ausstieg Haltestelle "Rastpfuhl"

Yoga Samstag-Seminare

Yogazentrum Nicole Schmidt, Nahestraße 19, 66113 Saarbrücken
Termine: 06. April / 15. Juni / 21. September / 30. November
Kurszeit: 14:30 bis 17:30 Uhr
Bitte 15 Minuten vor Unterrichtsbeginn anwesend sein.
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Kostenerstattung:
Bei regelmäßiger Teilnahme erstatten die meisten gesetzlichen Krankenkassen ein bis zwei Kurse pro Jahr mit ca. 80% Kostenanteil.

Schnupperstunde 16,00 Euro
Schnupperstunden sind jederzeit möglich und bei anschließendem Beitritt gratis. Bitte um Anmeldung.